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Hintergrund Architektenordner

Klinker bei backstein.com

Was sind Klinker?

Ein Ziegel wird zum Klinker, wenn er unter so hohen Temperaturen gebrannt wird, dass durch den Sinterprozess die Poren geschlossen werden. Klinker bestehen aus Schamotte, Feldspäten und weiß- oder rotbrennenden Tonen. Ton sintert bei Brenntemperaturen von über 1200 °C. Gesinterte Tonsteine, wie Klinker, nehmen kaum Wasser auf und sind sehr widerstandsfähig. Schlägt man zwei Klinker aneinander, ist ein heller Klang zu hören. Diesem Klang verdanken die Klinker ihren Namen.

 

Ton und Wasser werden vermengt um Mauersteine herstellen zu können. Geformt werden Sie dann industriell im Strangpressverfahren. Bei der anschließenden Trocknung reduziert sich der Wassergehalt auf ca. 3 Prozent. Bei 1100 bis 1300 °C werden die Klinker dann im Tunnelofen (früher in Ringöfen) gebrannt. Normale Ziegel werden bei bis 800 bis 1200 °C gebrannt.

 

Klinker sind nach DIN 105 genormt. Es gibt Vollklinker (KMz) mit einer Dichte von 2,0 kg/dm³ bis 2,2 kg/dm³ und Hochlochklinker (KHLz) mit einer Dichte von 1,6 kg/dm³ bis 1,8 kg/dm³. Kanalklinker sind nach DIN 4051 genormt. Die Formate der Klinkersteine sind nach DIN 1053 genormt. Basis für die verschiedenen Formate ist das Normalformat (NF) mit Länge 240 mm, Breite 115 mm und Höhe 71 mm. Zur Fassadengestaltung können Ziegel mit Sondermaßen hergestellt werden.

  • 'Wohnhaus Wichert' in Homburg

    Projekte

    'Wohnhaus Wichert' in Homburg

    Ausgezeichnete Architektur: Ein Backsteinkubus, dessen Raumaufteilung sich den Bedürfnissen seiner Bewohner anpasst.

    Das Haus befindet sich am Rand eines kleinen Neubaugebietes. Der Bauleitplanung gibt schmale Parzellen vor mit wenig Abstandsfläche zu den Nachbarn. Hier fügt sich der einfache quaderförmige Baukörper des 'Wohnhauses Wichert' optimal ein. Obwohl der Abstand zu den Nachbarn recht eng ist, verschaffen Einschnitte in den Kubus den Bewohnern geschützte Außenbereiche, die den Wohnraum praktisch nach außen erweitern.

     

    Besonderen Wert legten die Architekten auf die Lichtführung, die wesentlich zur Atmosphäre des Hauses beiträgt. Sie eröffnet gekonnte Übergänge von den Innen- zu den Außenräumen. So schafft eine „Lichtkanone“ über der Küche im Erdgeschoss zusätzliches Tageslicht.

     

    Die Jury des DEUBAU-Preises 2008 lobte bei dem Projekt die 'handwerkliche Durcharbeitung der architektonischen Elemente' und die materialgerechte Bauweise. Die wenigen Werkstoffe sind sorgfältig ausgewählt und nehmen Bezug auf regionale Bautraditionen. Das Wohnhaus sei ein herausragender Bau mit Vorbildfunktion für den privaten Wohnungsbau am Siedlungsrand.

     

    Architekten
    Gunther Bayer und Peter Strobel

    www.bayerundstrobel.de

  • 7. Brandschutz

    Vorteile von Backstein

    7. Brandschutz

    Backstein ist immun gegen Feuer. Wer also ein Massivhaus mit Vormauerziegel und Klinker baut, tut etwas für seine Risikovorsorge. 

    Denn im Brandfall haben Sie und Ihre Familienangehörigen erheblich größere Chancen sich zu retten. Backsteinmauerwerk weist einen hohe Resistenz gegenüber Hitze und Feuer auf. Je nach Ausführungsart und Oberflächenbeschaffenheit (verputzt oder roh belassen) sind unterschiedlich Brandwiderstände zu erwarten. Anschlüsse, Auflager und Fugen müssen selbstverständlich denselben Feuerwiderstand aufweisen. Außerdem werden von einer Backsteinfassade keine giftigen Gase abgegeben. Brandschutzversicherungen honorieren dies mit niedrigeren Prämien gegenüber anderen Wandbaustoffen. 

  • 8. Gesundes Wohnklima

    Vorteile von Backstein

    8. Gesundes Wohnklima

    Räume aus Vormauerziegel und Klinker sorgen dafür, dass Räume im wahrsten Sinne des Wortes atmen können. Nur der natürliche Luft- und Feuchtigkeitsaustausch schafft ein wirklich gesundes Wohnklima. Der natürliche Baustoff Backstein ist zudem völlig frei von Schadstoffen. 

    Wohnkomfort fängt außen mit der Fassade an. Denn wie warm, wie leise, wie trocken, wie natürlich und wie gesund Sie es in Ihren künftigen Wohnräumen haben werden, hängt vor allem von der Qualität der Außenwand Ihres Hauses ab. Die natürlichen Wetterschutzeigenschaften des Backsteins in Verbindung mit den technischen Vorteilen des zweischaligen Konstruktionsprinzips sorgen dafür, dass Sie sich in Ihrem Haus durchs ganze Jahr so richtig wohl fühlen können.

  • Einfamilienhaus mit individuellem Klinker

    Projekte

    Einfamilienhaus mit individuellem Klinker

    Heimatverbunden und authentisch bis ins kleinste Detail. Der Bauherr hat sein Eigenheim im nordfriesischen Stil verwirklicht.

  • Modernes Ambiente

    Projekte

    Modernes Ambiente

    Bei dem Einfamilienhaus in Westfalen wurde das Formenspiel und die Farbenvielfalt des Hauses in der Verwendung der rot-blau-bunten Klinker vervollständigt. Die unregelmäßige Struktur der Backsteinfassade bilden einen interessanten Kontrast zur Leichtigkeit und Eleganz des rundum verglasten Dachgeschosses.

    Architekt: Eckhard Scholz/Senden

  • Mitgliederliste

    Mitglieder

    Mitgliederliste


  • Großer Erfolg auf der NordBau

    News

    Großer Erfolg auf der NordBau

    Reges Interesse zeigten Bauherren und Architekten an den Beratungsleistungen der Initiative Bauen mit Backstein. Themen wie zukunftsorientiertes Bauen, Sanierung und Wärmedämmung waren am meisten gefragt.


    So war auch die Stimmung am Messestand der Initiative Bauen mit Backsten sehr gut. Die Aussteller äußerten sich äußerst zufrieden mit dem Besucherinteresse. Die Präsenz zahlreicher Architekten und Bauingenieure wurde von den Ausstellern zu konkreten Kontakten genutzt. Mehrere hundert Besucher informierten sich täglich während der fünftägigen Messe. Erfreulich hoch war auch das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Interesse von Bauherren. 

    Die neue Werbekampagne der Initiative wurde zum Anlass genommen, auf die gute Alternative der zweischaligen Wand gegenüber Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem und den damit verbundenen Instandhaltungskosten hinzuweisen.

     

  • Maßanzug statt Stangenware

    Meldungen

    Maßanzug statt Stangenware

    Wie eine zweite Haut schützt eine Backsteinfassade das tragende Hintermauerwerk. Ihrer tragenden Funktion entledigt, gewährt sie Bauherren größte Freiheiten in Form, Farbe und Maß der einzelnen Backsteine.

     

    Von kunterbunt bis puristisch
    Warme Herzlichkeit oder nüchterne Strenge? Rustikales Flair oder avantgardistische Reduktion? Jeder Stil stellt bestimmte Anforderungen an die Farbgebung. Hier bieten Backsteine ein schier unbegrenztes Farbspektrum. Entscheidenden Einfluss auf die Farbe hat die mineralische Zusammensetzung der heimischen Tonerden. Sie variiert von Ort zu Ort und bringt in Verbindung mit der Brenntemperatur Backsteine in vielfältigsten Farbnuancen hervor. Ein hoher Eisengehalt im Ausgangsmaterial führt zu roten bis rosa Farbtönen. Viel Kalk und wenig Eisen ergeben gelbliche Farbtöne. Die natürliche Palette reicht von mediterranem Ocker über tiefes Rot und sandiges Gelb bis hin zu strahlendem Weiß. Weitere Farben lassen sich durch Glasuren erreichen, die vor dem Brennen aufgetragen werden. Intensives Blau, Anthrazit oder Grün eröffnen alle denkbaren Gestaltungsspielräume.

     

    Markant oder glatt
    Ob der fertige Stein ein Typ mit Ecken und Kanten ist oder eher spiegelglatt daherkommt, hängt grundsätzlich von der Herstellungsweise ab. Beim Handschlagverfahren werden die Backsteinrohlinge wie in einer Kuchenform geformt. Das Ergebnis sind rustikale, leicht strukturierte Steine. Beim Strangpressverfahren werden die Rohsteine von der zu einem Strang gepressten Tonmasse abgeschnitten. So entstehen glatte, gleichförmige Steine, deren Oberfläche durch Nachbehandlung oder Brenntemperatur noch variiert werden kann.

     

    Schmal oder kompakt, senkrecht oder quer
    Nicht nur Farbe und Oberfläche bestimmen den visuellen Eindruck der Fassade, sondern auch das Format der Backsteine. So unterstreichen beispielsweise lange, schmale Klinker alle waagerechten Gestaltungselemente und betonen die Perspektive des Gebäudes. Kompaktere Formen vermitteln Solidität und wirken ruhiger. Bei aller Vielfalt sind die Maße sämtlicher Backsteine genormt, so dass auch unterschiedliche Produkte leicht kombiniert werden können. Neben den Standardmaßen lassen sich durch Sonderformate oder Formsteine an Gesimsen, Fensterbänken oder Gebäudeecken aufregende Akzente setzen. Bei Zierverbänden sorgen z.B. senkrecht angeordnete Steine zusätzlich für einen charakteristischen visuellen Rhythmus der Fassade. Unabhängig von Formen und Farben schützt die robuste Backsteinfassade bei zweischaligem Mauerwerk die Bausubstanz zuverlässig vor Schmutz, Wind und Wetter und erzielt dabei Wärmedämmwerte, die sogar Passivhausstandard genügen.

     

    Pressestelle Zweischalige Wand - Bauen mit Backstein
    KK Public Relations
    Mecklenbecker Straße 451
    48163 Münster
    Tel.: (02 51) 9 79 17-0
    E-Mail: info@kopfkunst.net

     

  • 2. Algenresistenz

    Vorteile von Backstein

    2. Algenresistenz

    Eine Veralgung von Fassaden ist für Backsteinhäuser kein Thema. Denn Backsteine - egal ob es sich um Vormauerziegel oder Klinker handelt - sorgen für einen natürlichen Feuchteschutz.


    Bei Regen dichtet sich das Mauerwerk nämlich zunächst selbst ab, indem sich die Stein- und Mörtel-Kapillare mit Wasser füllen. Dann bildet sich ein Wasserfilm an der Oberfläche, der die Hauptmenge des Regens ableitet. Die eingedrungene Feuchtigkeit wird schließlich über die Kapillarwirkung von Stein und Mörtel zur Oberfläche transportiert und an die Außenluft abgegeben. So bleibt der Stein durch seine natürliche Atmungsfähigkeit trocken.

     

  • Mediterranes Wohnen

    Projekte

    Mediterranes Wohnen

    Wohnen wie am Mittelmeer. Wer wünscht sich das nicht? Der Bauherr dieses Einfamilienhauses hat sich den Wunsch vom Traumhaus mit mediterranem Flair erfüllt.


    Für den Bauherrn sollte sein neues Haus Wärme und Geborgenheit ausstrahlen. Der Klinker sollte perfekt zur Architektur des Hauses passen. Die Wahl fiel auf einen Moorbrand-Klinker, der sich durch ein lebendiges Rot, sandiges Gelb mit erdigen Beigetönen, leicht gebrochenen Kanten und einer rauen Oberfläche auszeichnet. Diese Eigenschaften verleihen dem Klinker und damit dem gesamten Haus den liebenswerten Charme des Südens.

  • 'spreeport' in Berlin

    Projekte

    'spreeport' in Berlin

    Ein Teil der Projektentwicklung „mediaspree“ im Herzen Berlins ist der „spreeport“. Das erste fertiggestellte Gebäude aus ziegelroten Klinkern, Glas und Stahl beeindruckt durch seine Dimensionen.

    Den Hauptzugang vom Spreeufer bildet ein eindrucksvolles, 23 Meter hohes Atrium. Im Zentrum des Gebäudes liegt ein mit farbigen Paneelen gestalteter Konferenzsaal, der als Bindeglied zwischen Atrium und Innenhof fungiert. Er bildet das funktionelle Herz des Neubaus. Eine Stahltreppe führt aus dem Atrium direkt auf den Saal, der sich durch seine Glasfront in den begrünten Innenhof fortsetzt.

     

    Die Bürogeschosse sind auf einem Modul von 1,375 Meter aufgebaut; der erlaubt eine flexible Teilung in kleinere Zellenbüros oder großflächige Teambüros. Während sich die kleineren Büros hinter soliden Ziegelfassaden mit großzügigen Glasöffnungen befinden, bilden transparente, verglaste Großraumbüros lichtdurchflutete Verbindungsspangen im Hof. Zusätzlich wird der große Gebäudekörper durch horizontal gestreckte Sichtbeton-Balkone gegliedert.

     

    Die Klinker-Fassade wurde zum größten Teil als Vorsatzschale auf Konsolen gemauert und mit Edelstahlankern an den tragenden Stahlbetonelementen befestigt. Einige Stahlbetonteile, wie Fensterstürze, wurden als Fertigteile mit Riemchen geliefert. Auch die Balkone bestehen aus mit Riemchen beklebten Betonfertigteilen. Die spitzwinkligen Gebäudeecken wurden mit exakt dem Winkel angepassten Formziegeln ausgebildet.

     

    Für die Klinkerfassade wurde ein Farbspiel zusammengestellt, das den Bau, je nach Lichteinwirkung, in ein wechselnd leuchtendes Rot hüllt. Die Fußsortierung, eine Mischung aus Sicht- und Rückseiten der Steine, sorgt für eine sehr lebendige Oberfläche. So wirkt die Fassade vom gegenüberliegenden Spreeufer sehr homogen, bietet aber bei näherem Betrachten eine spannungsvoll strukturierte Oberfläche.

     

    Gelungene Alternative zur Edel-Immobilie Potsdamer Platz
    Zwischen Jannowitz- und Eisenbrücke entsteht auf einem 120 ha großen Gelände am Friedrichshainer Spreeufer ein neues urbanes Stadtviertel. Unter dem Motto „media spree Ankerplatz Zukunft“ sollen Areale für Medien und Dienstleistungen, Wohnungen und Gastronomie und ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten entstehen.

     

    Ein Teil des „mediaspree“ ist der „spreeport“, den die Hochtief Construction AG als Generalunternehmer für die A.L.E.X.-Bau GmbH und die Kilian Projektmanagement GmbH errichtet hat. Hier will man für Unternehmen, die aus Bonn oder Brüssel nach Berlin kommen, eine preiswerte Alternative zur Edel-Immobilie Potsdamer-Platz bieten. Einer der ersten Mieter, der diese Gelegenheit nutzte, ist die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, die mit ihrer Bundesverwaltung, dem Landesbezirk Berlin-Brandenburg und dem Bezirk Berlin vom Potsdamer Platz an die Spree wechselte.

     

    Architekten

    Kny+Weber, Berlin

  • Hochhaus 'Montevideo' in Rotterdam

    Projekte

    Hochhaus 'Montevideo' in Rotterdam

    152 Meter misst das neue Wahrzeichen von Rotterdam, inspiriert durch die ersten amerikanischen Wolkenkratzer.

    <p>Das 'Montevideo' ist ein gutes Beispiel für die amerikanische Ausrichtung Rotterdams: Die rötlichen Backsteine wurden früher auch zum Bau von Wolkenkratzern in Manhatten verwendet. Doch nicht nur die Fassade des zur Zeit höchsten Appartmenthauses in den Niederlanden erinnert an Amerika. Auch der Name und die Form des Hochhauses spielt auf die Vergangenheit des Wilhelmina Piers an. Die großen Passagierschiffe nach Südamerika legten hier ab und so benannte man das Gebäude nach einem Zielhafen: Montevideo.</p> <p>Wie auf einem dieser Ozeandampfer organisiert, befinden sich im Bauwerk die einzelnen 'Wohn-Klassen' und Funktionen auf verschiedenen Stockwerken. Die teuersten und großzügigsten Wohnräume befinden sich im 41. bis 43. Stockwerk. Als Penthouse ausgestaltet, mit einem eigenen Schwimmbad, das im Brandfall die Sprinkleranlage im gesamten Gebäude speist. Auf diesem 'Gipfel des Luxus' genießt man eine unvergleichliche Aussicht auf Maasmündung und Nordsee.</p> <p>Darunter, bis zum 27. Stockwerk liegen die 'Skywohnungen' - der Teil der ca. 150 Miet- und Eigentumswohnungen des Turms, der durch seine gehobene Preisklasse und frei einteilbare Raumsituationen besticht. Mit dem Turm verbunden durch einen Fitness- und Bürotrakt erhebt sich aus dem östlichen Ende des Basissockelbaus, in dem Geschäftszeilen und Cafés sind, ein neungeschossiger Block. In diesem Komplex befinden sich die so genannten 'Wasserwohnungen', die zum Teil 16 Meter über das Hafenbecken hinausragen.</p> <p><span class="headline">Klinker und seine Farbigkeit gliedern die Fassade</span> <br />Die gesamte Gebäudehülle des Montevideo fällt durch den differenzierten Umgang mit Material und seiner Farbigkeit auf. Die 10.000 qm Klinkerfassade verleiht dem Gebäude einen lebhaft changierenden leuchtend-orange-roten Farbton. Sie stehen in Kontrast mit anthrazit-schwarzen Mauerwerksflächen.</p> <p>Im Detail: Die Fassade wird vertikal durch zwei unterschiedliche Klinker und die Höhenunterschiede der einzelnen Gebäudeabschnitte gegliedert. Die dunklen Baukörper erscheinen wie in den L-förmigen orange-roten Grundbau eingeschoben. Eine Verbindung zwischen beiden Farben schafft der verwendete Klinker (Waaldick-Format 210 x 100 x 62 mm). Ca. 7% der schwarz-anthrazit-blaufarbenen Klinker der eingeschobenen Elemente wurden der orange-rot-bläulichen nuancierten Sortierung beigemischt.</p> <p><span class="headline">Dreigeteilte Konstruktion</span> <br />Für den Betrachter nach Fertigstellung nicht mehr sichtbar ist die starke konstruktive horizontale Dreiteilung des Gebäudes. In den unteren Geschossen aufgeständert auf einem runden verglasten Stahltragwerk, besteht das Hochhaus darauf aufbauend bis zu einer Höhe von ca. 100 Metern aus einer massiven Stahlbetonkonstruktion, deren Fassade man konventionell verklinkerte. Spezielle Aufzug-Plateaus, auf dessen Größe die gelieferten Klinkerpaletten abgestimmt sein mussten, dienten den Arbeitern zur Befestigung des Verblendmauerwerks.</p> <p>Ab dem 28. Stockwerk bis zur Spitze des Gebäudes ist Stahl das tragende Element. Die Klinkerfassade besteht auf diesen letzten Metern aus vorgefertigten Klinker-Betonfertigteilen, die vom Stahltragwerk abgehangen wurden. Dieser konstruktive Aufbau spielt wie die Fassadengestaltung auf das Entwurfsthema Amerika-Holland an. Das Stahltragwerk im unteren und oberen Bereich des Gebäudes ist eine Hommage an die traditionelle Hochhaus-Bauweise der Amerikaner, während der aus einer Stahlbetonkonstruktion bestehende Mittelteil des Gebäudes für die holländische Bauweise typisch ist. <br /></p> <p><span class="headline">Projektdaten</span> <br />Gebäudehöhe: 152,32 m, 44 Etagen <br />Standort: Otto Reuchlinweg (Wilhelminapier/Kop van Zuid), Rotterdam <br />Gesamtgeschossfläche: 57.530 qm <br />Bauherr: ING Real Estate (Den Haag) <br />Architektur: Mecanoo architecten bv, Francine Houben (Delft) <br />http://www.mecanoo.de</p>

  • Falsch verstandener Aktionismus bei der Wärmedämmung

    Fassadensanierung

    Falsch verstandener Aktionismus bei der Wärmedämmung

    Warnrufe über das Verschwinden von Klinkerfassaden hinter Putz oder Ziegel-Imitaten aus Kunststoff häufen sich. Die staatlich geförderte Gebäudedämmung nimmt für viele unerwünschte Ausmaße an.

    Die Bundesregierung fördere die Gebäudesanierung pro Jahr mit mehr als eine Milliarde Euro, wie das Kunstmagazin art in seiner Dezember-Ausgabe 2007 berichtet. Ein Großteil dieses Betrags fließe in die Verpackung von Fassaden mit Hartschaum, Steinwolle oder Holzfaserplatten.

     

    Wegen der zukünftigen Verpflichtung, einen Energiepass vorzulegen, handeln viele Hausbesitzer völlig übereilt und dämmen Fassaden ohne Rücksicht auf Ästhetik und Bauphysik. Aber ob die luftdichten Außenhäute der Bausubstanz – und den Bewohnern – am Ende nicht mehr schaden und ob sie wirklich so viel Energie sparen ist bis heute unter Experten umstritten. Ganz zu schweigen vom umweltrelevanten Gesichtspunkt des immensen Aufkommens von Kunststoffmüll, der früher oder später entsorgt werden muss.

     

    Die Folgen für Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen sind besonders in den Städten augenscheinlich, die eine Backstein-Tradition vorweisen können. In Hamburg verschwinden beispielsweise eindrucksvolle Zwanziger-Jahre-Klinker unter Tapeten aus Industrieziegeln oder hinter hellem Dämmputz.

     

    Dämmplatten und putz verdecken alte Baukunst
    Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 12.November 2007 den renommierten Architektur-Historiker Olaf Bartels zitiert, werde die „Backsteinstadt Hamburg gnadenlos in Weißputz erstickt“. Betroffen sind in Hamburg vor allem Wohnsiedlungen aus den 30er-, 50er- und 60er-Jahren. Ganze Häuserzeilen verändern ihr Gesicht. Dunkler Ziegel wird zu lachsrosa Putz oder es wird mit „Rotziegel-Tapete“ imitiert. „Bei näherem Hinsehen fällt die Gleichförmigkeit auf dämmplatten und putz verdecken alte baukunst vergleichbar mit einer täuschend echten Plastikblume. Wenn man gegenklopft, klingt es hohl wie ein Eimer“, so der Architektur-Historiker.

     

    Die Hamburgische Architektenkammer wird Anfang 2008 zu einer Veranstaltung mit Experten, Bauherren und Behördenvertretern einladen. Dabei werde es um Alternativen gehen, um mit anderen Mitteln Energieverbrauch und CO2-Ausstoß bei alten Gebäuden senken zu können.

     

    Ein weiters alarmierendes Beispiel für die Verschandelung über Jahrhunderte gewachsener Altstädte ist Erfurt. Dort tilgen die Dämmplatten alle Spuren von Handwerk oder Geschichte. In Fachwerkhäusern faulen durch neue Verkleidungen Balken und Gefache durch Kondenswasser. art sprach mit Albert Schett, Denkmalpfleger und Mitglied der Arbeitsgruppe Klimaschutz des Hamburger Senats. Dieser sieht mögliche Alternativen im Bereich der Haustechnik, dennoch ist er der Meinung: „Generell ist sehr genau zu prüfen, welche Technik für welchen Bau taugt. Es gibt kein Breitbandrezept“.

     

    Auf der Internetseite von art, finden Sie einige Beispiele der „Dämmungssünden“:

    http://www.art-magazin.de/architektur/2807/waermedaemmung_energiesparen

  • Wohnen und arbeiten im Bauhaus-Stil

    Projekte

    Wohnen und arbeiten im Bauhaus-Stil

    Wer sich für den Bauhaus-Stil entscheidet, kann mit einem außergewöhnlichen Klinkerformat und gut durchdachter Architektur sein Haus mit individueller Note realisieren.

    Um die horizontale Linienführung in der Architektur zu betonen, wurde ein sehr langer und schmaler Stein (290 x 90 x 52 mm) ausgewählt und im Läuferverband mit 4 mm zurückgesetzten Fugen gemauert. „Der dunkelgraue, nuancierte Stein bringt Leben in die Fassade“, so Architekt Bob Custers. Das Licht spiele mit der glatten Struktur des Steins. Der Bauherr fand den dunkelgrauen Klinker so attraktiv, dass der Stein auch die Wände des Eingangsbereiches ziert.

     

    Die eingesetzten hellen Betonelemente bilden einen geschmackvollen Kontrast und lassen die changierende Wirkung des Klinkers in den Vordergrund treten. Der kubische Charakter des Hauses wird betont. Der dunkle Klinker hebt die gewünschte Monumentalität durch die dunkle, samtene Fläche besonders hervor.

     

    Architekt

    Vocus architecten, Bussum (NL)

  • Musterhaft: Vincentinum Augsburg

    Projekte

    Musterhaft: Vincentinum Augsburg

    Der Rundbau des Vincentinum-Bettenhauses in Augsburg überrascht durch eine außergewöhnliche Klinkerfassade mit Ornamenten.

    <p>Dreierlei Klinker ergeben auf der Fassade ein Rautenmuster, das sich über dem Eingang des Bettenhauses energisch verdichtet und zu beiden Seiten hin deutlich auflockert. Dabei spielt die Klinker-Sortierung mit den dunklen und tragenden Farben. Das durchlaufende Band der Raute und die gelben Klinnker stellen die leuchtenden Eck- und Verbindungspunkte der Rhomben dar.</p> <p>Die besondere Rautierung des Gebäudes ist zu einem prägenden Erkennungsmerkmal des Bettenhauses geworden. Dabei gelang es den Planern, traditionelle und moderne Elemente harmonisch miteinander zu verbinden.</p> <p><span class="headline">Projektdaten:</span> <br />'Vincentinum' Klinik-Komplex in Augsburg <br />Architektur: Büro für Architektur Hans und Stefan Schrammel <br />Bauherr: Barmherzige Schwestern vom Heiligen Vincenz v. Paul</p>

  • Kirchenarchitektur in Frankfurt

    Projekte

    Kirchenarchitektur in Frankfurt

    Ein rustikaler, kohlegebrannter Klinker für moderne Sakralarchitektur. Wie eindrucksvoll Backstein mit Gestaltungskonzepten des dritten Jahrtausends harmoniert, zeigt diese Frankfurter Kirche.

    <p>Während sich Kirchen der Romantik, Gotik oder des Barock auch bei kirchenfernen Menschen großer Beliebtheit erfreuen und aufgesucht werden als 'besondere atmosphärische Orte', sind moderne Kirchen auch bei kirchennahen Menschen oft ungeliebt: Die Hochzeit feiert man doch lieber in dem barocken Kirchlein am Fluss oder in der gotischen Hallenkirche in der Altstadt. Moderne Kirchen laden offenbar weniger zur emotionalen Identifikation ein.</p> <p>Interessanterweise macht sich die Skepsis moderner Kirchen gegenüber häufig fest an der Schmucklosigkeit des Innenraums, aber auch an der äußeren Gestalt. Wählt man für Schmucklosigkeit jedoch einen anderen Begriff, nämlich Schlichtheit oder Einfachheit, dann ist man bei einem aus der Sicht des Architekten bedeutenden Schlüssel zum Verständnis der Architektur in der Moderne angelangt. Eine der Kategorien - vielleicht sogar die bedeutendste - in der Betrachtung der Moderne ist die Reduktion in der Formensprache. Darüber hinaus gibt es beim Kirchenbau auch eine moralische Dimension der Reduktion: Bescheidenheit, Demut, Reinigung.</p> <p>Aus diesem Ansatz heraus haben die Architekten bei der Kirche 'Allerheiligste Dreifaltigkeit' für die nahezu vollkommen geschlossene Gebäudehülle einen gebrannten Klinker gewählt, der wie kaum ein anderes Material Dauerhaftigkeit und Unvergänglichkeit symbolisiert. Beim kohlegebrannten Backstein wird dessen sturmerprobte Unverwüstlichkeit buchstäblich an seiner reich strukturierten Oberfläche greifbar. Die Flächigkeit der Wände wird durch das Fugennetzwerk fein zergliedert und verliert durch das lebendige Farbspiel der Klinker ihre Schwere. Der funktionalen Bedeutung des Sakralbaus wird über einen klassischen, diagonal modifizierten 'Märkischen' Verband Rechnung getragen, bei dem der Kopfstein jeweils aus der Fläche nach vorne gesetzt ist und die Außenwand dadurch einen reliefartigen Charakter erhält.</p> <p>Entwurf: Kissler + Effgen <br />             Achitekten BDA, Wiesbaden  <br />Bauzeit: 06/2004 bis 11/2005</p>

  • Gelungenes Facelifting

    Projekte

    Gelungenes Facelifting

    Vorher: graue Waschbetonplatten, nachher: blau-rote Klinkerfassade. Sanierung der Behindertenwerkstätte in Oggersheim.

    Um die Rahmenbedingungen für Schüler, Werkstattbeschäftigte und Mitarbeiter zu verbessern, hatte sich der Träger der Einrichtung daher zu einer <span style="font-weight: bold;">grundlegenden Umstrukturierung des Gebäudes </span>entschlossen. Mit der Umbauplanung wurde das Büro sander.hofrichter architekten mit Sitz in Ludwigshafen und Frankfurt am Main beauftragt. Bei der Planung musste berücksichtigt werden, dass es neben ausgedehnten Therapie-, Gymnastik- und Freizeitbereichen auch gute An- und Ablieferungsmöglichkeiten für Logistikunternehmen sowie der gefahrlose Zugang für die Menschen gewährleistet sein muss. <br /> <br />Um die nicht mehr zeitgemäße Einrichtung in eine flexible Arbeitsstätte für 272 Menschen zu verwandeln und die Funktionsabläufe in den Bereichen Produktion, Werkstatt und Hochregallager zu verbessern, wurden die vorhandenen Flächen neu strukturiert, saniert und durch einen Teilneubau ergänzt. Die teilweise viergeschossige Gebäudehöhe wurde umstrukturiert in zwei eingeschossige Werkstätten. Soche Funktionen, die nicht originär zu den Werkstätten gehörten, wie Küche, Speisesaal, Verwaltung wurden dagegen in den Obergeschossen untergebracht. <br /> <br />Eine der wichtigsten Maßnahmen war der <span style="font-weight: bold;">Abbruch der alten Waschbeton-Vorhangfassade, die durch eine neue Klinkerfassade mit blau-rot geflammten Steinen im Normalformat ersetzt wurde</span>. Sie gibt dem Gebäude ein modernes Erscheinungsbild, obwohl die Grundkonstruktion der Werkstatt mit Fenster- und Türöffnungen vollständig erhalten blieb. In Kombination mit den grauen Aluminiumfenstern entsteht eine zeitlose Eleganz. <span style="font-weight: bold;">Aus dem 70er Jahre-Waschbetonbau wurde ein moderner Industriebau mit hoher architektonischer Qualität.</span> "Gleichzeitig <span style="font-weight: bold;">kontrastiert der dunkle Klinker hervorragend mit der hellgrauen Blechverkleidung</span> des nordwestlich angrenzenden Hochregallagers", so Architekt Linus Hofrichter. Ein markanter Blickfang ist dabei die in einer Stahl-Aluminium-Konstruktion ausgebildete Fuge zwischen den beiden Baukörpern, die das Zusammenspiel der beiden Materialien besonders deutlich werden lässt. Die Wärmedämmung erfolgte mit 80 mm Mineralwolle. In Teilbereichen haben die Architekten die Vorsatzschale der Außenhaut auch im Werkstattinneren fortgesetzt. <span style="font-weight: bold;">Die hohe Materialgüte des Klinkers eignet sich dabei auch ohne Rammschutz als robuste Innenwandverkleidung.</span> Sämtliche Flächen im Innen- und Außenbereich wurden im Läuferverband gemauert und anschließend hellgrau verfugt. Im Bereich der langgestreckten horizontalen Fensterflächen wurden dabei auch <span style="font-weight: bold;">Fertigteilstürze und Fertigteilfensterbänke</span> eingesetzt. <br />Entstanden ist eine wertige und zeitlos gestaltete Arbeitsstätte, die Mitarbeiter und Werkstattbeschäftigte gleichermaßen überzeugt. <br /> <br /><span style="font-weight: bold;">Bauherr: </span>Ludwigshafener Werkstätten für Menschen mit Behinderungen <br /><span style="font-weight: bold;">Planung:</span> sander.hofrichter architekten. Ludwigshafen und Frankfurt/Main <span class="copytext"><span style="font-size: medium; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> </span> <br /></span><span style="font-size: medium; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <br /> <br /></span>

  • Natürliches Schattenspiel

    Nominierte Projekte 2008

    Natürliches Schattenspiel

    „Anthrazit, das ist die Farbe der Schatten von Bäumen und Pflanzen, eine Farbe der Natur.“ Der Architekt Jacq. de Brouwer baute in Steensel/NL ein großzügiges Einfamilienhaus, das sich perfekt in die natürliche Umgebung einfügt.

    Es wurden schmale, lange Steine verarbeitet, die mit dem Kopf direkt aneinander liegen. Dadurch wird die Fassade nicht unterbrochen. Aus der Ferne erscheint das Gebäude daher flach wie eine Gestalt. In der Nahansicht dagegen überrascht der Klinker durch seine starke Textur.

    Projektbeschreibung
    Das Haus Van den Boogaard liegt, eingebettet in die Landschaft, am Rand der kleinen Ortschaft Steensel bei Eindhoven. Der Standort wird geprägt durch offene Felder und Wiesen sowie einen rückseitig angrenzenden Wald. Ursprünglich war das Grundstück durch ein kleines, verfallenes Haus bebaut, das jetzt im Zuge der Planung abgerissen wurde. Aufgrund der naturnahen Lage und des begrenzten Volumens entschied sich der Architekt dazu, das Haus als zweigeschossigen Flachdachbau zu errichten, mit einem unterirdischen Geschoss. Im Obergeschoss ist lediglich das Schlafzimmer angesiedelt.

    Um aufgrund der Vorgaben sämtliche Funktionen optimal zu integrieren, wurde das Haus kompromisslos als ein architektonischer Wall in seiner gesamten Länge von 29 Metern quer auf dem Grundstück platziert. Die einzelnen Räume (Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Schlafzimmer, Garderobe und Badezimmer) wurden dabei wie an einer Perlenschnur aneinander gereiht. Aufgrund dieser linearen Organisation und der geringen Tiefe des Hauses von nicht einmal sieben Metern, konnte in sämtlichen Räumen eine optimale Aussicht auf die umgebende Landschaft realisiert werden – eine Eigenschaft, die der Architekt als wichtigste Qualität des Projektes betrachtet.

    Obwohl das Obergeschoss des Hauses, begrenzt durch das Volumen, lediglich ein Schlafzimmer sowie eine angrenzende Dachterrasse beherbergt, wurden die anthrazitfarbenen Mauerwerksflächen ganz bewusst über die gesamte Höhe von zwei Geschossen ausgebildet, um so die Massivität des Neubaus zu betonen. Im Untergeschoss des Hauses wurde eine dritte Wohnebene mit zwei Gästezimmern, einem Badezimmer und einer Doppelgarage integriert. Hinter dem strengen anthrazitfarbenen Mauerwerk verbirgt sich ein erstaunlich heller, intimer Innenbereich.

     

    Ein markanter Blickfang sind dabei die vertikalen, aus dem Mauerwerk herausgeschnittenen Glasfugen. Gemeinsam mit Leerräumen und Oberlichtern ermöglichen sie überraschende Aus- und Durchblicke, die das Innere deutlich sonniger und weiträumiger machen als von außen vermutet. Obwohl die Räume fließend ineinander übergehen, strahlen sie aufgrund ihrer moderaten Größe eine private und behagliche Atmosphäre aus. Die übersichtliche Grundrissaufteilung orientiert sich an der zentralen Erschließungsachse. Türen wurden entweder weggelassen oder lassen sich wegschieben, so dass in sämtlichen Bereichen lange Sichtachsen entstanden sind.

     

    Bedaux der Brouwer Architecten, Goirle

     

    Projektdaten 
 

    Ort: Steensel/NL



    Architekt: Bedaux de Brouwer Architecten



    Bauzeit: Sept. 2004 - Juli 2005



    Bebaute Fläche: 215 m2 



    Wohnfläche: 380 m2 



    Anzahl der Räume: 14

    

Energiestandard: Epc = 1,0



    Wandaufbau: Zwei parallele Backsteinwände mit 14 cm Wärmedämmung


     

    Nominiert für den Fritz-Höger-Preis 2008 für Backstein-Architektur in der Kategorie
    „Einfamilienhaus/Doppelhaushälften“.

     

     

     

     

     

  • Neubau Epiphanias-Gemeindehaus in Münster

    Projekte

    Neubau Epiphanias-Gemeindehaus in Münster

    Fassade mit lebendigem Farbspiel: Der zeitgemäße Backstein-Neubau des Gemeindezentrums an der Epiphanias-Kirche in Münster wird zum Treffpunkt für Jung und Alt.

    Die Fassade des neuen Gemeindehauses harmoniert mit der angrenzenden Kirche von 1964. Es war den Architekten und dem Bauherren wichtig, eine lebendige Fassade mit Steinen zu errichten, die einen eigenen Charakter und ein eigenes Gesicht haben. Der einzelne Stein sollte nicht zu gleichförmig, uniform und glatt aussehen, sondern uneben sein und ein eigenes Farbspiel haben. Außerdem kam nur ein Kohlebrand in Frage, der auf jedem Stein unterschiedlich ausfällt. Die Steine stammen aus verschiedenen Sortierungen und wurden vor Ort gemischt. <br /> <br /><span class="headline">Konzeption:</span> <br />Die alte Planfigur mit Innenhof und Blick auf die benachbarte Kirche wurde übernommen und nach Norden hin erweitert. Den östlichen Gebäuderiegel versahen die Planer mit einem Pultdach, um einen größeren Luftraum im Saal zu erhalten und das Gebäude besser in das städtebauliche Umfeld einzugliedern. Der Baukörper sollte nicht zweigeschossig werden. Daher entschied man sich, das Untergeschoss auf der Ostseite für weitere Räumlichkeiten zu nutzen. Hier befinden sich z. B. die Bücherei sowie Räume für Kinder und Jugendliche. Ein großzügiger Luftgraben sorgt für genügend Helligkeit. Nebenräume und sanitäre Anlagen liegen dagegen im hinteren Bereich, wo kein Tageslicht ist. Das zentrale Treppenhaus mit dem Aufzug ermöglicht eine getrennte Nutzung der beiden Geschosse. Im Erdgeschoss befindet sich das Gemeindebüro, die Sakristei, eine Küche sowie zwei Gruppenräume. Das einladende Foyer bildet den Mittelpunkt und gibt den Blick in den Garten der benachbarten Kindertagesstätte frei, sodass die gesamte Etage offen und großzügig erscheint. <br /> <br /><span class="headline">Projektdaten</span> <br /><span style="font-weight: bold;">Bauherr:</span> Ev. Erlöser-Kirchengemeinde Münster <br /><span style="font-weight: bold;">Planung: </span>Prof. Lothar Kallmeyer, Münster und Dipl. Ing. Diana Danne, Architektin und Stadtplanerin <br /><span style="font-weight: bold;">Realisierung: </span>Dipl. Ing. Diana Danne <br /><span style="font-weight: bold;">Bauzeit: </span>Oktober 2005 bis Juni 2006 <br /><span style="font-weight: bold;">Energiestandard:</span> EnEV 2002 <br /><span style="font-weight: bold;">Grundfläche: </span>592 qm nutzbare Fläche incl. Nebenräume <br /> <br />

  • Fritz-Höger-Rathaus feiert Geburtstag

    Intro News

    Fritz-Höger-Rathaus feiert Geburtstag

    Das Wilhelmshavener Rathaus, gelegentlich auch „Die Burg am Meer“ genannt, wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Der markante Klinkerbau wurde 1927 – 1929 von Fritz Höger erbaut.

    Mit der Vereinigung der preußischen Stadt Wilhelmshaven und der oldenburgischen Stadt Rüstringen zur neuen oldenburgischen Stadt Wilhelmshaven wurde das noch recht junge Verwaltungsgebäude zum Rathaus der neuen Stadt bestimmt. Im oberen Teil des 50 m hohen Turmes befindet sich ein stählerner Wasserbehälter, der auch heute noch ein wichtiger Teil der Wilhelmshavener Trinkwasserversorgung ist. <br /> <br /> <p><span style="font-weight: bold;">Die Burg am Meer</span> <br />Fritz Höger erhielt im Jahre 1927 den Auftrag für den Bau des Rathauses und der Ausführung eines Wasserturms. Diese Kombination war äußerst günstig, da die Behälter des Wasserturms im neuen Rathausturm integriert werden konnten. Der massive Turm gab dem Rathaus ein symbolhaftes Gepräge, das ihm auch die populäre Bezeichnung <span style="font-weight: bold;">"Die Burg am Meer</span>" eingebracht hat. <br /></p>Im zeittypischen Pathos wünschte sich Fritz Höger, dass <span style="font-style: italic;">„dieses Rathaus der Ankerboden für die Hoffnung der ganzen Einwohnerschaft der Stadt, die Hoffnung auf Wiederaufrichtung des zerrütteten Vaterlandes und die Mahnung zur Einigung eines ganzen Volkes</span>“ werde. <br /> <br /> <p><span style="font-weight: bold;">Die Fassade</span> <br />Der gewählte hart gebrannte Klinker aus Lauenburger Ton war für Höger das für die norddeutsche Stadt passende Baumaterial. Die Gestaltung der Außenfassade zeigt, wie meisterhaft Höger mit den tiefbraunen, auch blaugrau schimmernden Klinkern umzugehen verstand. Das Klinker-Mauerwerk gibt der Flächigkeit eine feine Textur durch hervortretende Einzelsteine. Plastizität entsteht durch den rhythmisierenden Wechsel von Pilastern und Konchen der Fensterachsen.</p> <p>Im 2. Weltkrieg stark beschädigt, wurde das Rathaus wieder aufgebaut. Nach 50 Jahren tritt es jetzt in eine Modernisierungsphase. Diese wird baudenkmalgerecht wesentliche Elemente der ursprünglichen Gestaltung wahren und wiederherstellen.</p> <p><span style="font-weight: bold;">Textquelle: Aufsatz von Rainer Beckershaus mit Bildern aus dem Stadtarchiv der Stadt Wilhelmshaven. Den kompletten Aufsatz finden Sie hier als pdf.</span> <br /></p> <br />

  • Klinker bei backstein.com

    intro

    Klinker bei backstein.com

    Ein Ziegel wird zum Klinker, wenn er unter so hohen Temperaturen gebrannt wird, dass durch den Sinterprozess die Poren geschlossen werden. Klinker bestehen aus Schamotte, Feldspäten und weiß- oder rotbrennenden Tonen. Ton sintert bei Brenntemperaturen von über 1200 °C. Gesinterte Tonsteine, wie Klinker, nehmen kaum Wasser auf und sind sehr widerstandsfähig. Schlägt man zwei Klinker aneinander, ist ein heller Klang zu hören. Diesem Klang verdanken die Klinker ihren Namen.

     

    Ton und Wasser werden vermengt um Mauersteine herstellen zu können. Geformt werden Sie dann industriell im Strangpressverfahren. Bei der anschließenden Trocknung reduziert sich der Wassergehalt auf ca. 3 Prozent. Bei 1100 bis 1300 °C werden die Klinker dann im Tunnelofen (früher in Ringöfen) gebrannt. Normale Ziegel werden bei bis 800 bis 1200 °C gebrannt.

     

    Klinker sind nach DIN 105 genormt. Es gibt Vollklinker (KMz) mit einer Dichte von 2,0 kg/dm³ bis 2,2 kg/dm³ und Hochlochklinker (KHLz) mit einer Dichte von 1,6 kg/dm³ bis 1,8 kg/dm³. Kanalklinker sind nach DIN 4051 genormt. Die Formate der Klinkersteine sind nach DIN 1053 genormt. Basis für die verschiedenen Formate ist das Normalformat (NF) mit Länge 240 mm, Breite 115 mm und Höhe 71 mm. Zur Fassadengestaltung können Ziegel mit Sondermaßen hergestellt werden.

     

    Ton und Wasser werden vermengt um Mauersteine herstellen zu können. Geformt werden Sie dann industriell im Strangpressverfahren. Bei der anschließenden Trocknung reduziert sich der Wassergehalt auf ca. 3 Prozent. Bei 1100 bis 1300 °C werden die Klinker dann im Tunnelofen (früher in Ringöfen) gebrannt. Normale Ziegel werden bei bis 800 bis 1200 °C gebrannt.

     

    Klinker sind nach DIN 105 genormt. Es gibt Vollklinker (KMz) mit einer Dichte von 2,0 kg/dm³ bis 2,2 kg/dm³ und Hochlochklinker (KHLz) mit einer Dichte von 1,6 kg/dm³ bis 1,8 kg/dm³. Kanalklinker sind nach DIN 4051 genormt. Die Formate der Klinkersteine sind nach DIN 1053 genormt. Basis für die verschiedenen Formate ist das Normalformat (NF) mit Länge 240 mm, Breite 115 mm und Höhe 71 mm. Zur Fassadengestaltung können Ziegel mit Sondermaßen hergestellt werden.

  • Skulpturaler Baukörper mit historischer Verbundenheit

    Nominierte Projekte 2008

    Skulpturaler Baukörper mit historischer Verbundenheit

    In direkter Nachbarschaft zu den historischen Instenhäusern von Hamburg baute der Architekt Christoph Winkler sein expressives Einfamilienhaus.

    Projektbeschreibung
    Direkt zwischen botanischem Garten und Jenischpark, angrenzend an die historischen Instenhäuser ist ein expressiver Baukörper entstanden, der durch Formensprache und Materialität, wie selbstverständlich aus dem grünen Umfeld ragt. Rhythmisch, harmonisch und kraftvoll in einander verzahnte, vertikale und horizontale Kuben, geben dem Haus eine Leichtigkeit, die man bei einem Klinkerhaus nicht erwartet.

    Das expressive Erscheinungsbild ist dem Backstein zu verdanken, der hier nach alter Tradition von Hand gebrannt wird und über ein enormes Farb- und Formspektrum verfügt. Die Fassade wird zu einem lebendigen Relief, das je nach Sonnenstand ein vielfältiges Spiel durch Licht und Schatten bietet. Die Geometrie und Materialhaftigkeit setzt sich im Inneren fort, die Lochfassade mit ihren schlanken zurückliegenden Fensterprofilen unterstützt den skulpturalen Ausdruck des Gebäudes und macht auf das Innere neugierig.

    Ein zweigeschossiger Wohnraum mit einer freikragenden Treppe, eine hochliegende verglaste Galerie als schwebender Wintergarten und lebendige Materialien wie raumlange Eichendielen, Jura und belgischer Granit, schaffen Raumqualitäten, die auch im Inneren ästhetisch höchsten Ansprüchen genügen.

    SEHW Architekten, Hamburg


    Projektdaten
    Ort: Jürgensallee, Hamburg
    Architekt: SEHW Architekten, Hamburg
    Projektleitung: Prof. i. V. Christoph Winkler
    Bauzeit: April 2006 - Mai 2007
    Bebaute Fläche: 162m2
    Wohnfläche: 340m2
    Anzahl der Räume: 11
    Energiestandard: Flächenheizung (Boden), Gasbrennwert, Primärenergiebedarf: 82,4 (kWh/m2a)
     

    Nominiert für den Fritz-Höger-Preis 2008 für Backstein-Architektur in der Kategorie
    „Einfamilienhaus/Doppelhaushälften“.

     

     

  • Renaissance der 30er-Jahre

    Nominierte Projekte 2008

    Renaissance der 30er-Jahre

    Neu gebaut sieht das Einfamilienhaus auf den ersten Blick gar nicht aus, da es gekonnt den Baustil der umgebenden Bebauung aus den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufnimmt.

    Das Farbspiel des dunklen Steins knüpft an typische Bauten der 20er-Jahre, wie von Fritz-Höger, Erich Mendelsohn oder Erwin Gutkind an und bildet einen spannenden Kontrast zum weißen Kratzputz des Obergeschosses.

    Projektbeschreibung
    Eine Vielzahl zeittypischer, teils unter Denkmalschutz stehender Ein- und Zweifamilienhäuser bilden die vorherrschende Bebauung der im Heimatstil städtischer Prägung errichteten Siedlung. Der Ursprungsteil der genossenschaftlich errichteten Siedlung, welche unter dem Einfluss der Gartenstadtidee entstand, bietet nach wie vor hohe stadträumliche Qualitäten. Mit der Erweiterung nach dem Krieg durch private Bauherren hat sie jedoch an diesen Stellen einen heterogenen Charakter erhalten.

    Die Bauherren wünschten sich ein repräsentatives Wohnhaus mit einem klar gegliederten Erscheinungsbild, welches vertraute, traditionellen Vorbildern folgen sollte. Die Bauformen und Proportionen der umgebenden Bebauung werden aufgegriffen und im Sinne der gestellten Bauaufgabe angewandt und variiert.

    Ein nahezu geschosshoher Sockel aus Klinkermauerwerk verbindet das Wohnhaus mit der Garage zu einer Einheit. Horizontal gliedert sich das Haus in einen gedrungenen, niedrigen Teil und einen in etwa anderthalbfach so hohen, oberen Teil. Dieser weiß verputzte Baukörper nimmt die Schlafräume der Familie auf, während die Wohnräume im verklinkerten Erdgeschoss liegen. Den Abschluss des Hauses bildet ein ortstypisches Walmdach.

    Dem Übergang zwischen Klinker und Putz wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Er wurde in einer bewusst plastischen und handwerklich geprägten Weise als umlaufender Putzfries ausgebildet. Gegenüber dem Obergeschoss tritt das Klinkermauerwerk um sechs Zentimeter vor und unterstreicht den kräftigen Charakter des Gebäudesockels. Der Fries bildet den oberen Abschluss des Sockels und leitet in die Putzfassade über. Gleichzeitig markiert er die Höhe des Fenstersturzes im Erdgeschoss und bildet die Brüstung im Bereich des Treppenfensters sowie die Oberkante der Garage.

    Bei der Gestaltung des Vorgartens, der Treppenanlage und der Einfriedung des Grundstücks wurde das Material der Fassade, ergänzt durch dazu passende Pflasterklinker, fortgesetzt. Dadurch wird die enge räumliche Beziehung zwischen Haus und Garten unterstrichen  und die Wirkung beider im Sinne einer großzügigen Gesamtanlage gesteigert.

    Axel Steudel Architekt, Köln

     

    Projektdaten
    Ort: Köln
    Architekt: Axel Steudel Architekt
    Mitarbeiter: Martin Frank, Jan Horstmann
    Bauzeit: 2006 - 2007
    Bebaute Fläche: 181m2
    Wohnfläche: 192m2
    Anzahl der Räume: 7
    Energiestandard: nach EnEV 2004, Jahresprimärenergiebedarf 92,3 (kWh/m2a)

     

    Nominiert für den Fritz-Höger-Preis 2008 für Backstein-Architektur in der Kategorie </br>„Einfamilienhaus/Doppelhaushälften“.

     

     

     

  • Der vertikale Garten

    Nominierte Projekte 2008

    Der vertikale Garten

    In einem Kleid aus Klinker und Pflanzen, inspiriert von Fassadendetails der Amsterdamer Schule aus den 20er Jahren, wird sich dieses Haus im Laufe der Jahre in eine grüne Skulptur verwandeln.

    Ein Haus mit einem natürlichen Vorhang aus Rosen, Weinranken und Apfelbäumen. Als hausnahes Biotop schirmt der vertikale Garten den privaten Lebensraum der Familie ab. Die Bewohner von Haus Ijburg nutzen die großen Fensterflächen für die Wärmegewinnng im Winter und den pflanzlichen Vorhang zur Verschattung im Sommer. Die Kombination mit Erdwärmepumpe, Solarpaneelen und einem System der Wärmerückgewinnung macht das Haus zu einer außergewöhnlich umweltfreundlichen Wohnskulptur.

    Projektbeschreibung
    Dieses 140 qm-Haus steht auf einem kleinen Grundstück in Ijburg, einem vor kurzem neu entstandenen Vorort der Stadt Amsterdam. Das Haus wurde als vertikaler Garten geplant, der in dem dicht urbanisierten Gebiet Flora und Fauna Lebensraum zum Wachsen und Gedeihen bietet. Die Geschlossenheit der Privaträume steht im Kontrast zu der Offenheit der Gemeinschaftsräume, die wie ein zusammenhängender transparenter Hohlkörper aus dem soliden Volumen herausgesägt zu sein scheinen. Auf diese Weise wird der Innenraum nicht nur optisch mit der Straße, dem Garten und den Dachterrassen verknüpft. Außen und innen werden eins, und Tageslicht fließt in das Innere.

    Drei Schlafzimmer, ein kleines Bad, ein WC und ein Mehrzwecksaal befinden sich im Erdgeschoss, während das mit Tageslicht überflutete erste Obergeschoss vollständig offen bleibt und Raum bietet zum Leben, kochen und Essen. Der Mehrzwecksaal im Erdgeschoss ist weit mehr als ein Eingangsbereich: Er fungiert als Kunstatelier, Arbeitsplatz, Waschküche und Spielplatz. Abstell- und Arbeitsfläche wurden unsichtbar in den dicken Wänden integriert, sodass der Nutzraum so offen, transparent und flexibel wie möglich gehalten werden konnte.

    Die Fassade weist besondere Verzierungen auf. Sie wurden von Techniken der berühmten Amsterdamer Schule der 20er Jahre, deren Einfluss in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abebbte, inspiriert. Dank intensiver Kooperation mit Ziegel- und Mörtellieferanten, Beratern für Mauerwerk sowie Maurern gelang es dem Architekten, diese traditionellen Oberflächeneffekte in die zeitgenössische Bauweise einzubinden.

    Da Ziegelmauerwerk sehr langlebig und wartungsfrei ist und außerdem wieder verwertet werden kann, ist es ein interessantes nachhaltiges Baumaterial. Das Zier-Mauerwerk geht über eine dekorative Aufwertung des skulpturalen Charakters des Entwurfs hinaus, da es zugleich als Haftgrund für die verschiedenen Rankpflanzen fungiert, die an der Fassade emporwachsen und einen vertikalen Garten schaffen. Auf mehreren Ebenen in die Fassade integrierte Pflanzkübel vergrößern diesen Garten zusätzlich.

    Efeu, Kiwi, Wein, Spalieräpfel und Rosen werden im Laufe der Zeit das Haus überwachsen und rund um die Wohnräume und Terrassen einen pflanzlichen Vorhang bilden, der auf natürliche Weise für Schatten und Privatsphäre sorgt.


    Projektdaten
    Ort: Ijburg/Nl
    Architekt: Marc Koehler Architects
    Bebaute Fläche: 207 m2
    Wohnfläche: 140 m2
    Anzahl der Räume: 3
    Bauzeit: 2006 - 2008
    Energiestandard: Energiesparhaus, Wärmerückgewinnung über die Belüftung, Wärmepumpe in Verbindung mit Solar, Warmwasserrückgewinnung im Badezimmer, Regenwassergewinnung im Garten

     

    Nominiert für den Fritz-Höger-Preis 2008 für Backstein-Architektur in der Kategorie </br>„Einfamilienhaus/Doppelhaushälften“.

  • Klinker schützen vor Graffiti

    Investoren News

    Klinker schützen vor Graffiti

    Jedes Jahr sorgt Graffiti auch in nordrhein-westfälischen Städten für Ärger und Schäden in Millionenhöhe. Bei der Bekämpfung der illegalen Bilder gehen Bahn und Kommunen im Land unterschiedliche Wege, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp zeigt.

    Die Stadt Düsseldorf versucht, bereits bei der Planung ihrer Gebäude an Graffiti-Sprayer zu denken. „Wir versuchen, unsere Gebäude unattraktiv für die Sprüher zu machen“, erläutert Doreen Kerler, Leiterin des Amts für Gebäudemanagement. So würden Kameras installiert und wo möglich auf Putz in erreichbarer Höhe verzichtet. „Glatte Flächen ziehen Sprayer eher an als beispielsweise Klinker“, sagt Kerler. Offenbar scheinen die Vorsichts-maßnahmen zumindest ein wenig zu wirken: 85 000 Euro muss die Landeshauptstadt jährlich für die Entfernung von Graffiti an ihren Gebäuden ausgeben deutlich weniger als Nachbar Köln.

    Über zehn Millionen Euro müssen allein Eigentümer privater Gebäude jährlich zahlen. Die Stadt Köln gibt für die Entfernung von Graffiti an ihren Gebäuden noch einmal fast eine halbe Million Euro pro Jahr aus.


    Weitere Informationen zum Thema bei backstein.com:

    Kann Architektur vor Vandalismus schützen?
    Fassaden von Gebäuden mit viel Publikumsverkehr leiden häufig unter Vandalismus und Graffiti. Die mutwillige Zerstörung von Gegenständen und Fassaden an öffentlichen Einrichtungen und Wohngebäuden wirft für Bauherren und Wohnbaugesellschaften die Frage auf, inwieweit sie sich durch Architektur und Fassadengestaltung vor ästhetisch unschönen und materialschädigenden Negativeinflüssen schützen können. >> weiter

     

  • Britischer Designpreis geht an deutschen Klinker

    News

    Britischer Designpreis geht an deutschen Klinker

    Die deutsche Klinkerfassade des Christ’s College Guildford überzeugte die Jury: Jährlich sucht die Brick Development Association (BDA) die beste Backsteinarchitektur mit den Brick Awards (UK).


    2009 ging der Preis in den Kategorien „Best Educational Building“ und „Supreme Award“ an das Christ’s College Guildford des britischen Architektenbüros DSDHA. Die dreiköpfige Jury war von der architektonischen Gestaltung mit dem dunklen, in Deutschland hergestellten, Fassadenklinker begeistert. Der „Supreme Award“ stellt den höchsten Preis dar und zeichnet „The BDA Building of the Year“ aus.

    In der Kategorie „Best commercial building“ gewann das Objekt New HQ Building in Leatherhead der Architekten dn-a. „Best Craftsmanship Award“ ging an die Hives Architects für das „Private House, Adshead Park“ in Berkshire.

    Alle Gewinner unter http://www.brick.org.uk/awards/2009
     

  • 1. Platz Fritz-Höger-Preis 2011 Gesamtsieger

    Siegerprojekte 2011

    1. Platz Fritz-Höger-Preis 2011 Gesamtsieger

    MÜNCHEN. Mit dem Dominikuszentrum in München belegten meck architekten den ersten Platz beim Fritz-Höger-Preis 2011 für Backstein-Architektur und gingen somit als Gesamtsieger des Wettbewerbs hervor. Die Jury kürte das Münchener Architekturbüro außerdem zum Sieger in der Kategorie „Öffentliche Bauten.“

    1. Platz Gesamtsieger
    Sieger Kategorie: „Öffentliche Bauten, Sport und Freizeit“

    Projekt: Dominikuszentrum München
    Baujahr: 2008
    Architekt: meck architekten, Prof. Andreas Meck, München

    Im Münchner Norden entsteht an der Nordheide ein neuer Stadtteil für fünftausend Bewohner. Für diese ist an städtebaulich herausragender Stelle ein geistliches Zentrum mit sozialen Einrichtungen errichtet worden. Durch das neue Zentrum, das einen Andachtsraum, ein Pfarrheim, eine dreigruppige Kindertagesstätte, sowie die katholische Jugendstelle München-Nord und das Caritas-Zentrum München-Nord beinhaltet, soll Raum für ein vielfältiges pfarrliches Leben in dem neuen Stadtteil angeboten werden. Aus diesem Anlass wurde vom Erzbischöflichen Ordinariat München, Baureferat, ein beschränkter Realisierungswettbewerb ausgelobt. Der Entwurf des Münchner Architekten Professor Andreas Meck erhielt den 1. Preis. meck architekten wurden daraufhin mit der Realisierung betraut.

    Gesamtkonzept Anlage
    Das Dominikuszentrum bildet mit seiner klaren und kraftvollen Formensprache eine kulturelle und geistige Mitte in dem neu entstandenen Stadtteil an der Münchner Nordheide. Es schafft damit ein angemessenes Gegenüber zu dem in direkter Sichtbeziehung stehenden städtischen Platz im Norden des Quartiers. In einer aus Ziegel geschnittenen architektonischen Skulptur gruppieren sich der Andachtsraum und die sozialen und kulturellen Einrichtungen um einen zentralen, kontemplativen Innenhof. Verschiedene Durchgänge laden zum Betreten oder zum Hindurchgehen ein. Dabei bildet der zum Platz hin orientierte Hauptdurchgang gleichzeitig die Raumhülle für den erweiterten Andachtsraum. Der Andachtsraum ist das sinnstiftende und geist­liche Zentrum der Anlage. Sowohl aus der Grün-Diagonale als auch in der Perspektive der Neu­herberg­straße ist er als prägender, die Basis der anderen Einrichtungen überragender und den Quartiersplatz dominierender Körper erlebbar.
    An den Andachtsraum schließt das Pfarr- und Jugendheim mit seinem großen Pfarrsaal und den verschiedenen Gruppenräumen an.
    Links neben dem Hauptdurchgang der dreigruppige Kindergarten mit seinen Spielflächen. Im ersten Obergeschoss ist die Jugendstelle für die Dekanate Feldmoching und Freimann angeordnet. Die Räume orientieren sich auf zwei große Dachterrassen, die einen sicht- und lärm-abschirmenden Freibereich für die Jugendlichen bieten. Gegenüber der dreigeschossige Gebäudeteil der Caritas mit Mehrzweckräumen, Büros und Verwaltung. Sämtliche Einrichtungen werden vom baum(Trompetenbaum)überstandenen, gemeinsamen Hof aus erschlossen. Prägendes Material der Anlage ist ein besonders hochwertig gebrannter roter Ziegel; ein Torfbrandklinker. Er steht mit seiner Größe und seiner manuell-haptischen Qualität für den menschlichen Maßstab und für zeitüberdauernde Baukultur und erinnert an das Urmaterial Erde. Mit Bedacht wurden besonders unregelmäßige Steine ausgewählt, um der Fassade ein hohes Maß an Lebendigkeit und Plastizität zu geben. Dabei ist der Ziegel so eingesetzt, dass er die Idee eines aus einem Ziegelvolumen geschnittenen Körpers unterstreicht. An den Außenwänden des Andachtsraums sind 300 Kreuze aus Bronze in die Ziegelfassade eingemauert; die Anordnung in Dreiergruppen symbolisiert die Dreifaltigkeit. Diese aus dem Maßstab der Hand entwickelten Kreuze sind auch in den inneren Räumen des Gebäudes als Raumkreuze zu finden.

    Kunstkonzept
    Namensgeber der Mutterpfarrei St. Gertrud ist die Heilige Gertrud von Helfta (1256 – 1302). Bekannt als eine der großen Mystikerinnen Deutschlands, erlangte sie durch ihre religiösen Schriften und Bibelübersetzungen größte Bedeutung. Die Predigt des Wortes stellte aber auch einen Schwerpunkt des Wirkens der Dominikaner dar, nach denen das kirchliche Stadtteilzentrum benannt ist. Das Thema Schrift als Inhalt und Definition des christlichen Glaubens wird daher zum zentralen Schwerpunkt eines in der Architektur verankerten übergeordneten Kunstkonzepts.

    Andachtsraum
    Die Proportion des Andachtsraums ist aus dem goldenen Schnitt entwickelt, und zwar sowohl im Grund- als auch im Aufriss. Der Raum wirkt nur auf den ersten Blick rechteckig; eine leichte Drehung der beiden Außenwände aus dem rechten Winkel erzeugt eine Raumdynamik, die zum Ort der persönlichen Andacht, der Maria, führt. Durch ein großes Oberlicht fällt Tageslicht durch Textauszüge des Glaubensbekenntnisses und füllt den Raum mit Bedeutung. Grund für das Licht ist die Farbe Blau.
    Die Farbe Blau bildet die innere architektonische Hülle des Andachtsraumes und gibt dem Raum neben der besonderen Farbstimmung des Lichts geistigen Inhalt. Der blaue Raum ist das Zeichen für das Himmlische, das Göttliche und für die Farbe der Maria. Die von meck architekten im Wettbewerb formulierte Idee eines blauen Raumes wird mit der Arbeit „raumikone 2“ der Künstlerin Anna Leonie als Konzeption eines monochromen Wandbildes umgesetzt. Der Künstlerin gelang es dabei, mit der Wand als Bildgrund der Farbe Blau eine besondere Intensität und Leuchtkraft und damit dem Raum eine besondere Stimmung zu verleihen: „Die Transparenz der Malschichten lässt das Trägermaterial in Form der archaischen Tonziegel sichtbar, sodass sich die Malerei wie eine transzendente Himmelssphäre mit der irdischen Raumschale zur sakralen Aussage verdichtet.“ (Anna Leonie)
    Der mit der künstlerischen Umsetzung des großen Oberlichts betraute Künstler Andreas Horlitz geht mit seiner Arbeit „Credo“ (Konzeption meck architekten) auf das Glaubensbekenntnis ein. Insgesamt auf sechs Glas- und Schriftebenen wird der Text des Glaubensbekenntnisses in lateinischer Sprache und ein Auszug aus einem handschriftlichen Missale des 15. Jahrhunderts überlagert. Im Zusammenspiel der transparenten, bedruckten und verspiegelten Glasflächen mit dem Blau des Raumes entsteht eine intensive und eindrückliche Raumstimmung. Das Konzept für die Mariendarstellung stammt von Anna Leonie. Sie konzipierte mit ihrem Entwurf „Lichtikone“ eine Mariendarstellung aus durchscheinendem, hinterleuchtetem Alabaster. Sie nimmt damit sowohl Bezug auf die Perspektivenumkehr klassischer Ikonen als auch auf das Leuchten der Ikone von innen, das „göttliche Licht“. Die Ikone wendet sich dabei, aus der Ebene der Wand gedreht, dem Kreuz zu.
    Das aus dem gleichen Material der Ikone, aus Alabaster, geschichtete Kreuz wurde vom Künstler Rudolf Bott entworfen. Das liturgische Konzept sieht eine sich gegenüberliegende Anordnung von Altar und Ambo vor. Die Mitte des Raumes, dem „Göttlichen“ vorbehalten, bleibt frei. Dieses Konzept bringt in besonderem Maße den „communio-Gedanken“ zum Ausdruck: Mit der Betonung der Mitte wird der Gedanke des Gemeinschaftlichen hervorgehoben.

    Der Ort für den Ambo stärkt das „Wort Gottes“ und ermöglicht das Auflegen der kirchenjahreszeitlichen Bibeltextstelle. Durch das Öffnen der fünf großen, bronzeverkleideten Tore kann der Andachtsraum nach außen erweitert werden; die dafür vorgesehene Anordnung von Ambo und Kirchenbänken lässt den Andachtsraum zum Chorraum, den überdachten Außenbereich zum Kirchenschiff werden. Altar, Ambo, Priestersitz und Kirchenbänke wurden von meck architekten als reduziert gestaltete Eichenholzmöbel konzipiert.Der Altar folgt dem Motiv des Tisches; er ist aus großen ungestörten Eichenbohlen gefügt. Die Fügung der Stirnseiten ergibt in der Ansicht ein Kreuz (in der Form eines Ԏ). Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen „Glaube“ und „Heiliger Geist“ ist aber nicht nur auf den Andachtsraum beschränkt. Sie setzt sich im Zusammenspiel zwischen Kunst und Architektur im Gesamtkomplex des Dominikuszentrums fort; vom Grundsteinspruch „Das Pfingstwunder“ bis zur Schriftprägung der Ziegel. Dabei sind neben Anna Leoni, Andreas Horlitz, Rudolf Bott auch die Künstler Barbara Butz-Glas, Friedhelm Falke, Ekkeland Götze, Hermann Biegelmayr und die Grafikerin Stephanie Krieger zu erwähnen, die ihren Teil zum „großen Ganzen“ beigetragen haben.

    Prof. Andreas Meck, München
     

  • NordBau 2011 – Sonderthema: Ziegel und Klinker

    Intro News

    NordBau 2011 – Sonderthema: Ziegel und Klinker

    NEUMÜNSTER. Die Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein lobt anlässlich der Nordbau einen Mauer-Wettbewerb rund um die Backsteinfassade aus, bei dem junge Auszubildende ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen können – unterstützt durch Mitglieder der Initiative Bauen mit Backstein.

    Der Kammer ist es ein Anliegen, mit diesem Wettbewerb darauf aufmerksam zu machen, dass das Erstellen einer Fassade aus Ziegeln nicht nur das anonymisierte Verdecken einer Wärmedämmfassade ist, sondern dass es sich bei Ziegeln um einen nachhaltigen und ökologisch wertvollen Baustoff mit traditionsreicher Vergangenheit handelt. <br /> <br />Mehrere Teams von Auszubildenden aus Norddeutschland mauern im Wettbewerb verschiedene Fassadenelemente anhand von Ansichten und Detailangaben, die von Architekten der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein vorgegeben werden. Berücksichtigung sollen nicht nur besondere Details und Stil-Elemente alter Baumeistertradition finden, sondern auch der normengerechte Aufbau einer zweischaligen Wand nach Energieeinsparaspekten. <br />  <br />Eine Jury, die zusammengesetzt ist aus Vertretern der Ziegelindustrie, Mitgliedern des Baugewerbeverbandes und der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein, begleitet den Wettbewerb und ermittelt das Gewinner-Team, dem attraktive Preise winken. <br />  <br />Dieser Wettbewerb findet statt im Rahmen der 56. NordBau vom 08.–13. September 2011 im Bereich zwischen Halle 1 und 2 des NordBau-Geländes. <br /> <br />

  • intro

  • News

    STRASSBURG. Mit der Dokumentation „Klinker – Ein Meilenstein der Baugeschichte“ zeigt der Kulturkanal ARTE eine sehenswerte Hommage an den Klinkerstein. Der Film widmet sich der Bedeutung des Klinkers für Kunst und Architektur und präsentiert in diesem Zusammenhang fulminante Einzelgebäude, innovative Meisterwerke und städtebaulich durchdachte Ensembles.

     

    Anhand von ausgewählten Beispielen – darunter Fritz Högers legendäres Chilehaus – werden dem Zuschauer die Fülle glanzvoller Formen und dekorativer baulicher Details nahe gebracht. Neben historischen Bauwerken widmet sich der Film auch zeitgenössischer Architektur wie den Arbeiten des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, der Hamburger HafenCity oder dem mit dem Fritz-Höger-Preis 2011 für Backstein-Architektur ausgezeichneten Dominikuszentrum in München. Darüber hinaus bietet die 26-minütige Dokumentation interessante Einblicke in die Geschichte und Herstellung des natürlichen Baustoffs.


    Ausgestrahlt wurde die Dokumentation am 24. Und 28. Februar 2013. Bis zum 04. März 2013 ist sie noch online auf der ARTE-Website zu sehen.

     

  • Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte

    Das harmonische Zusammenspiel von massiver dunkler Klinkerfassade und großzügiger Fensterfront verleiht dieser repräsentativen Villa mit Seeblick einen zeitlosen wie zurückhaltenden Charakter, der sie mühelos zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihrer natürlichen Umgebung werden lässt.

    Die niederländische Provinz Seeland besteht aus einem weitläufigen Delta unterschiedlich großer Inseln und Halbinseln, die bis zu der verheerenden Flutkatastrophe in der Region im Jahr 1953 stark durch den Gezeitenwechsel bestimmt waren. Erst danach wurden zahlreiche neue Dämme errichtet und die Küstenlinie wurde damit um rund 700 Kilometer verkürzt. Zu den beliebtesten Ferienorten der Region zählt die kleine Gemeinde Kamperland. Rund fünf Kilometer von der Nordsee entfernt und direkt am Ufer des 1961 vom offenen Meer abgetrennten Binnensees Veerse Meer wurde hier im vergangenen Jahr eine Villa der Architekten Bedaux de Brouwer fertiggestellt. Für Architekt Jacq. de Brouwer stand schon zu Beginn der Planung fest, dass inmitten der einzigartigen Naturlandschaft am Veerse Meer nur ein Entwurf mit einer zurückhaltenden, aber dennoch ausdrucksstarken Materialsprache infrage kommt. Entsprechend wurden große Glasflächen zur spiegelnden Wasseroberfläche und hochwertig detailliertes Mauerwerk in Richtung Festland verwendet.

     

    Um die attraktive Grundstückslage am Wasser optimal zu nutzen und den zweigeschossigen Flachdachbau mit rund 360 Quadratmetern Wohnfläche möglichst gut in die leicht ansteigende Ufer-Topografie einzubetten, entwickelten die Architekten einen betont minimalistisch gestalteten Entwurf mit massiven schwarzen Klinkerfassaden, der sich im Obergeschoss durch eine elegant profiliierte, doppelschalig ausgebildete Glasfront zum Wasser öffnet. Vom Balkon und dem angrenzenden Essbereich im Wohnzimmer aus ergibt sich so ein prachtvoller Panorama-Blick über den Garten und den kleinen Bootsanleger auf einen der schönsten Abschnitte der niederländischen Küste mit dem Veerse Meer und seinen zwei Inseln bis hin zur historischen Silhouette der kleinen Ortschaft Veere am gegenüberliegenden Westufer des Sees.

     

     

  • Büro- und Gewerbebauten

    Zwei massive Gebäudeteile sowie eine filigrane Stahlrahmenkonstruktion vereinigen sich in dieser kontrastreichen Komposition aus dunkler Klinkerfassade und Glasfläche zu einem harmonischen Ganzen.

    Im Zuge eines Generationenwechsels in der Geschäftsführung des alteingesessenen Baustoffhandels wurde auf dem Firmengelände ein neues Ausstellungs- und Bürogebäude errichtet.

     

    Zwei massive Gebäudeteile bilden Anfang und Ende des neuen, lang gestreckten Baukörpers, der sich vor eine bestehende Lagerhalle aus den 60er-Jahren legt.

     

    Diese massiven Körper aus Kalk-Sandstein und Stahlbeton werden mit dem ortstypischen dunklen Klinker im wilden Verband verkleidet. Stein- und Fugmörtelfarbe sowie die Art des Mauerverbands kommen so auch an den historischen Lagergebäuden des Baustoffhandels aus den 20er-Jahren vor. Lediglich das dort vermauerte historische Steinformat konnte nur näherungsweise getroffen werden.

     

    Die aussteifende Funktion dieser Gebäudeteile ermöglicht es, dazwischen eine sehr filigrane Stahlrahmenkonstruktion ohne Längsaussteifung einzufügen, die die Ausstellung aufnimmt und nach vorne komplett verglast wird. Den Rücken des Gebäudes bildet die vorhandene Lagerhalle, in die somit direkte Übergänge aus dem Verkaufs- und Bürobereich möglich sind.

     

    Um die solide Wirkung der Ziegelbauten zu unterstützen, wurden verschiedene konstruktive Maßnahmen ergriffen: Die Stoßfugen, als Entwässerungsöffnungen in der Vormauerschale, wurden nicht über die volle Steinhöhe geöffnet, sondern nur auf den untersten 2 cm, durch Einlegen von kleinen Hölzchen.

     

    Auf Dehnfugen konnte bei den vorhandenen Wandlängen verzichtet werden, zumal die Ausrichtung nach Norden relativ geringe thermische Spannungen verursacht. Im Bereich der spitzwinkligen Ecke wurden Lagerfugenbewehrungen aus Edelstahl eingelegt.

     

    Der Radius des abgerundeten Baukörpers wurde so gewählt, dass eine überzeugende Rundung entsteht, ohne dass hierfür Formsteine gefertigt werden müssen.

     

    Klaus Zeller, Köln

  • News

    HAMBURG. Erhaltenswerte Fassaden wie bei Klinker- und Gründerzeitbauten oder unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden müssen kein Widerspruch zu Energieeinsparungen sein. Denn auch bei Gebäuden mit schützenswerter Fassade gibt es geeignete Maßnahmen im Rahmen einer energetischen Sanierung.

    Im Rahmen der kostenfreien Infoveranstaltung für Immobilienbesitzer und Bauherren erläutern Experten, welche technischen Möglichkeiten es an verschiedenen Bauteilen gibt. Auch Beispiele aus der Praxis werden dargestellt.

     

    Veranstalter ist die ZEBAU GmbH – im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem EnergieBauZentrum durchgeführt.

     

    Datum & Uhrzeit
    Donnerstag, 24. Oktober 2013, 18.30 Uhr

     

    Veranstaltungsort
    EnergieBauZentrum im Elbcampus
    Zum Handwerkszentrum 1
    21079 Hamburg

     

    Themen
    Klinkerfassaden, Gründerzeitgebäude, technische Möglichkeiten, Förderung, QS und Best-Practice-Beispiele

     

    Referenten
    Dipl.-Ing. Joachim Schreiber, Technisches Büro
    „Sanierung von Klinkerfassaden – technische Möglichkeiten, Praxisbeispiele“

    Dipl.-Ing. Architekt Hans-Jörg Peter
    „Sanierung von schützenswerten Fassaden wie Gründerzeitbauten, denkmalgeschützte Gebäude“

     

    Zielgruppe
    Immobilienbesitzer, Bauherren und interessierte BürgerInnen

     

    Teilnehmegebühr & Anmeldung
    Diese Veranstaltung ist kostenfrei. Auf Grund einer begrenzten Anzahl von Plätzen ist eine Anmeldung notwendig.

Hintergrundbild: Rosellenturm, van den Valentyn Architektur, Köln; Foto © van den Valentyn Architektur (Einreichung im Rahmen des Fritz-Höger-Preises 2011)